Starting Hand Strategie

Eine gute Starthand-Strategie ist der Schlüssel zum Sieg im Online Texas Hold’em Poker. Die Mehrheit der Online Poker Community übersieht es jedoch, dass dies ein entscheidendes Element des Spiels. Natürlich hat jeder Spieler einmal Glück und kann auch mit Händen wie 2-7 Pots gewinnen. Aber wer sich nicht auf das Glück verlassen will, darf nur die Starthände spielen, die eine hohe Gewinnchance haben.

Was ist eine gute Starthand? A-A, K-K, A-K? Es gibt unzählige Bücher und Kommentare zu diesem Thema, die alle mehr oder weniger sinnvolle Texas Holdem Regeln aufstellen und dazu die Gewinnchancen in Prozent angeben. Aber was sie nicht sagen ist:

Die Stärke einer guten Starthand hängt in großem Maße von der Anzahl der im Spiel verbliebenen Gegner ab und die Anzahl der Caller. Ist bei einem vollen Tisch noch niemanden ausgestiegen ändert sich der Wert einer Starthand als wenn nur noch drei Spieler im Spiel mit dabei sind.

Der erste Autor, der jede 2-Karten-Kombination bewertet hat und dazu Empfehlungen gegeben hat, wie sie zu spielen sind, war David Sklansky. Die Top Hands sind dabei in Gruppen zusammengefasst.

Gruppe#1 Hände:
A-A, K-K, Q-Q, J-J, A-K suited

Gruppe#2 Hände:
T-T, A-K, A-Q, A-J, K-Q

Raisen mit Hands aus Gruppe #1 und #2

A-A, K-K und A-K sollen sehr aggressiv preflop geraist werden, weil diese Hands später sehr an Wert verlieren können, vor allem wenn sehr viele Gegenspieler im Spiel geblieben sind.

A-K, A-Q, A-J und K-Q sollen dafür eher moderat geraist werden. Diese Hände gewinnen eher an Wert in Pots mit mehreren Gegnern.

Während T-T nie geraist werden soll, ist ein Raise bei J-J nur dann angebracht, wenn der Tisch sehr tight ist. Bei Spielen mit mehreren Gegenspielern kann J-J praktisch wertlos werden, wenn höhere Karten am Board liegen.

Man muss nun der Tatsache Rechnung tragen, dass die Stärke der Starthand von der Setzposition abhängt und davon, wieviele Leute bereits vorher gesetzt haben. Je mehr Spieler im Pot sind, desto stärker muss die Hand sein.

Ein Beispiel: Bei einem vollen Tisch mit 10 Spielern, gilt A-K als eine der stärksten Startinghände. Bei nur 5 Gegenspielern oder weniger kann ein As mit einem schwächeren Kicker dieselbe Gewinnchance haben wie ein A-K bei einem vollen Tisch.

Wenn man in später Position an einem vollen Tisch sitzt und ein großer Einsatz gespielt wurde, der von zwei anderen Spielern gecallt wurde, dann kann man darauf wetten, dass zumindest einer von ihnen eine sehr starke Starthand hält.

Wenn aber z.B. fünf Spieler den Flop sehen, dann kann eine gute Starthand auch schnell wieder wertlos sein. Sie kann gegen kleine Paare verlieren oder suited connectors. Denn wenn mehr als die Hälfte aller Spieler mit dabei sind, dann werden oft die hohen Karten (A,K,Q) von Spielern “geteilt”, also kommen sie dann seltener am Flop, Turn oder River. Das sind gute Gelegenheiten für kleine Paare (die zum Drilling werden können), Flush Draws oder Straight Draws um riesige Pots gewinnen zu können, obwohl die Starthand preflop noch nicht viel wert war. Deshalb gilt es als Fehler, mit einer exzellenten Starthand zu wenig zu raisen. Eine Top-Starthand will man gegen 1-2 Gegner spielen und nicht gegen den gesamten Tisch.

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November 5, 2008 in Poker Strategie
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