Wenn man eine sehr starke Hand bekommt, stellt sich oft die Frage, ob man sie aggressiv oder “langsam” spielen soll. Langsam spielen (slow playing) bedeutet, den anderen Spielern nicht zu verraten, dass die eigene Hand stark ist, damit die Gegner zu setzen beginnen und auf diese Weise mehr Geld in den Pot kommt als wenn man selber aggressiv gesetzt hätte.
Wenn der Spielzug Slowplaying funktioniert, hat einen größeren Pot gewonnen, als wenn man die Hand “normal” gespielt hätte.
Slowplaying kann aber auch schief gehen. Zu ruhiges Spiel heisst auch, dem Gegner eine weitere Karte sehen zu lassen. Und wenn dieser dadurch seine Hand plötzlich entscheidend verbessert, kann das auch große Pots kosten.
Wann man nicht Slowplaying anwenden soll:
-Wenn die Hand nicht gut genug ist.
Ein Overpair oder nur Top Pair ist definitiv keine Hand zum Slowplayen. Sie sind gute Hands zum Druck machen, aber doch noch sehr verwundbar. Hier muss man setzen, damit wenige Gegner übrig bleiben.
-Wenn es viele Draws gibt.
Niemals darf ein Spieler, der auf sein Flush hofft, einfach eine weitere Karte geschenkt bekommen. Ein Spieler mit einem Draw soll in den Pot bezahlen, um seinem Flush oder seiner Straight hinterher zu jagen.
Wann Slowplaying angewandt werden soll:
-Wenn die Hand exzellent ist.
Eine Hand, die kaum geschlagen werden kann eignet sich perfekt für das Slowplaying. Wenn man ein Full House floppt und andere Spieler haben Flush Draws, dann wird man hoffen, dass sie es bekommen werden. Deshalb ist hier Zurückhaltung die beste Taktik.
-Wenn der Pot noch eher klein ist.
Mit Slowplaying will man provozieren, dass Einsätze in den Pot kommen. Ist der Pot bereits sehr groß, braucht man nicht unbedingt slowplayen.
